So gern wir Haben haben,
so gern die Regeln regeln,
so gern der Wandel wandelt,
so gern die Ordnung unordnet.

So das Chaos den zerschellt,
der an Scheinkontrolle hält.

Bereits im Kleinen fängt Kontrollwahn an:
Eingeschachtelt‘ Kinder in Bildungskasernen,
die kalte, blinde Fächer lernen.

Sicherheit ein oberstes Gebot,
Unordnung die größte Not.
Das Fremde fremd und Angst bereitet,
das Eigenheim durch Recht begleitet.

Nur Erwartetes, das darf passieren;
spontanes Leben soll krepieren.
Zivile Unstimmung außerhalb Gesetzesform,
bringt sozialer Fortschritt, nicht immer Norm.

Auch vor Natur kein Halt gemacht,
seit der Mensch sein Feuerchen entfacht.

Ursprungskräfte im Verstand,
erschaffen das Schlaraffenland in Menschenhand.
Jedes Molekül an den Platz, wo es gehört,
dort wo es den Menschen nicht groß stört.

Die weisen Affen denken nicht daran,
dass das alles durcheinander bringen kann.
Des Zusammenhangs komplexer Schichten,
tun sie oft nur einseitig belichten.

Unvorhersehbare Konsequenzen nah’n,
die Äffchen trotzdem dabei bleiben ihr‘n Weg weiter zu fahr‘n.

Aller Wahn ließ eins aber vergessen: wir sind Sklaven unsrer Nasen.
Denn, wer entscheidet welches Loch soll Atem hinaus blasen?

Alles was gewollt, ist nicht zu kontrollieren,
am Ende kann man dabei einfach nur verlieren.

Auf Depression nun eingestellt,
so ist sie halt, die heile Welt.


Foto: Patryk Grądys auf Unsplash