Wer wird von uns mit Zukunft beschenkt?
Ist's gemeiner Wohlstand, der unsre Züge lenkt,
unser großes wie auch kleines Denken denkt?

Ohne Wohlstand scheint Gefahr in Sicht,
beherbergt Streit um den Verzicht,
deshalb verstehen wir ja auch das Teilen nicht.

Sein Bestreben lähmt kritisch' Geist,
Münder verschlossen, sonst wär' man dreist.

Mit Wachstum wirkt das Ziel ganz nah,
verführt uns aber zum Verfall dies' Dogma,
stiehlt den klaren Blick auf das, was wahr.


Unter den vielen Missetaten, die dadurch bereit,
schafft eine für Bestimmte deutlich Leid:
Nachwuchs zusammengepfercht aufgrund der Arbeitszeiten;
ist das für manche gar bewusstes Meiden?

Nach dem Sitzzwang noch zu bleiben
und an Altersgleichen aufzureiben,
da zeigt die Frage nach dem wie spät
die Sehnsucht nach dem Nachhauseweg.

Der Kopf verdichtet von Wissen ohne Leben.
hauptsache bei der Prüfung wiedergeben.
Der selt'ne Segen vom Verstehen eines Zusammenhangs
bleibt gehetzt verstummt durch Macht des Notenrangs.


Das Hindernis wahre Bildung veranzustalten
sind Rufe aus den Massen Ordnung zu erhalten.

Wer soll da Ohren für einz'lne Wünsche haben,
versuchen, vorbildlichen Schein auch vorzutragen,
am besten nicht die Kontrolle zu verlieren,
sogar am Ende noch die Gruppe anzuführen?

Die Wahrheit ist: es muss so sein,
menschliches Gedeih'n erstickt im Keim.
Anders können wir nicht denken,
solange wir die Zukunft jemand and'rem schenken.