Wenn wir doch nur klarer wüssten,
was wir meinen so zu wissen,
dann würde uns schnell eines klar:
eigentlich ist's schon beschissen.

Stapel Bücher tausend Leben füllen.
"Fluch oder Segen" mag man fragen:
Positiv scheint Informationsgewinn,
aber tun die Sinne nicht schon vor Verstopfung klagen?

Behauptet jemand das Ant-Wort zu besitzen,
ist es selbst nur ein Bild im Bilde von ganz vielen.
Unfassbar's Empfinden verpackt in wenigen Begriffen,
das ist einfach niemals nachzufühlen.


Beim Versuch von Wortverkehr,
dessen Inhalt teils so leer,
reißen wir nur auf den Mund
und tun die eig'ne Meinung kund.
Ob das, was da aus uns spricht
weiterführt, interessiert uns nicht.
Speien so wie Drachen Feuer,
und schaffen daraus selbst die Ungeheuer.

Wissen als Beruf misst nur den Zustand dieser Welt,
wer den Zustand aber schafft, ist was in unsre Hände fällt.


Mit Wissen um das Unwissen ist nun bekannt
was wir vom Leben eigentlich so wollen.
Möglichkeit lässt alles sein; ein Vorschlag wär:
die Verabschiedung vom Wörtchen "sollen".

Nicht mal der Käpt'n weiß wohin die Reise geht,
weshalb er nur Matrosen wünscht, die mit ihm singen;
das Lieb desselben Leidenswegs,
bevor das Leben sie bezwingt, die Stimme abzuklingen.