Eigentlich wollte ich der ehemaligen Pferdeeisenbahn entlang von mir in Linz daheim bis nach Bujanov gehen und auch zurück. Ich hatte nicht erwartet, dass mich die begangenen Irrwege in den letzten beiden Tagen letztlich zu der Erkenntnis führten, dass dieser Weg an sich eigentlich ein Irrweg für mich ist. Schließlich wurde mir klar, mein Leben braucht mich zurzeit woanders als bis zur Seelenruhe dahinzupilgern.

Wie der gesamte als auch die kleinen Irrwege entlang dem Weg nach Freistadt hat jeder einzelne etwas Wertvolles in mir hinterlassen. War es diese Kuh(inkl. Hörner!)-Weide mit Blick auf Linz, ein Kraftplatz im Wald oder eine bäuerliche Begegnung im gefühlsmäßigen Niemandsland.

Wenn ich eins aus dieser zweitägigen Fußreise mitnehme, dann dass Irrwege einen vom eigentlichen Weg entführen, man aber schlussendlich mit neuen, erhellenden Perspektiven auf die bisherigen Ziele von ihnen auch wieder entlassen wird.


Ich und der Plan
wir beide gehen
mal links mal rechts
mal aus Versehen
der Nase nach
abseits vom Weg
bis sie juckt und meint
nun ist‘s schon spät

Wir kehren um
mit mehr Gepäck
eine neue Erfahrung
die geht nicht mehr weg

Mit frischem Blick
auf alten Plan
schau ich zurück

Manche nennen’s Pech
ich nenn‘ es Glück