Anstatt andere um ihre Fähigkeiten und Erfolge zu beneiden, wäre es doch weitaus schöner, die anderen mit genau diesen Fähigkeiten und Erfolgen schätzen zu können und so eine Basis aufzubauen um voneinander zu lernen.

Warum muss unser wirtschaftliches, wie auch unser alltägliches Denken von der Konkurrenz geprägt sein? Muss ich wirklich besser sein als mein Nachbar, muss ich wirklich das bessere Auto haben, die schickere Wohnung, den größeren Fernseher? Und genau dasselbe in der Wirtschaft: Muss ich das bessere Unternehmen sein, das mit den höchsten Profiten oder den meisten Kunden?

Warum können wir dieses Konkurrenzdenken nicht in ein kooperatives verwandeln? Dabei würden wir uns von so viel Druck befreien können - den Druck verfolgt zu werden und den Drang immer besser sein zu müssen.

Anstatt dass diverse Hersteller eines ähnlichen Produktes am Markt konkurrieren, könnten sie doch gemeinsam in ein gedankliches Haus ziehen, in unterschiedliche Zimmer. In der Küche kommt man dann hier und da zusammen und tauscht sich aus und lernt voneinander. Klar gibt es für verschiedene Produkte verschiedene Zielgruppen, die sich in ihren Bedürfnissen unterscheiden, aber dazu ist keine Konkurrenz notwendig. Bei Gemeinsamkeiten und neuen Ideen tauscht man sich aus, bei den individuellen Unterschieden kocht sich halt jeder seine eigene Suppe.

Und warum sollte ich mich angegriffen fühlen, wenn ein anderes Unternehmen in "mein" Marktsegment eintritt? Es geht um die eigenen Profite, die schwinden. Profite als Gleichsetzung mit Erfolg, obwohl das Unsinn ist - Erfolg ist eine individuelle Variable und keine Konstante, die ausschließlich in Geldbeträgen zu messen ist.

Liegen einem die Kunden wirklich am Herzen, so ist deren Kaufentscheidung zu akzeptieren. In weiterer Folge kann man sich ja mit der "Konkurrenz" zusammen tun und das beste aus beiden Produkten vereinen. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten, wenn man den eigenen Egoismus überwindet, bei dem nur das "eigene" Unternehmen, die "eigene" Idee erfolgreich sein kann.

Das Beste aus allen Welten vereinen. Spart nicht nur Kosten und Ärger, sondern lässt es auch endlich zu, dass Menschen mit ähnlichen Motivationen zusammen arbeiten und nicht gegeneinander.

Voraussetzung dabei scheint, dass der vorrangige Antrieb von innen heraus kommt, also von sich selbst und nicht von außen, wie eben Geld.

Die Wirtschaftswissenschaft geht in Monopolsituationen - also, wenn eine Firma den ganzen Markt kontrolliert - davon aus, dass diese Firma ihre Produktion so wählt, dass sie den höchstmöglichen Profit anstrebt. Profit ist per se weder schlecht, noch gut. Wird er aber als ausschließliche Motivation eingesetzt, kann das dazu führen, dass Unternehmen Produkte herstellen, die dann eben rein aus Profitzwecken entstehen und hinter denen man dann nicht voll und ganz steht bzw. überhaupt einen Sinn sieht. So werden dann in weiterer Folge eventuell auch die Kunden durch Werbung und sonstige Einflussmöglichkeiten beschallt, die dann vielleicht noch ein Produkt kaufen, dass sie eigentlich gar nicht brauchen, es ihnen also nur schön geredet wird. Und bis diese das merken, ist es meistens schon zu spät. Wenn viele das Produkt bereits nutzen, tritt schon der Effekt des Gruppenzwangs ein: wenn eine gewissen Menge an Leuten irgendetwas hat, bekommt man selbst auch ein unbewusstes Verlangen danach - wir sind eben soziale Wesen. Menschen, die ihr Verhalten gelegentlich reflektieren, sind davon weit weniger betroffen, doch das ist eben nicht die Mehrheit.

Deshalb ist es so unglaublich wichtig einen Sinn zu sehen, der aus dem Inneren kommt. Irgendeine Richtung in die man die Welt durch das Produkt verbessern möchte.

Wieso soll man also nun weiterhin Angst vor Verlust haben? Angst vor dem Verlust des "Egos", der "eigenen" Profite, des "eigenen" Erfolgs und der "eigenen" Vormachtstellung.

Wie wäre die Vorstellung eines Monopols, das allen gehört? Eine solche Art der Kooperation erfordert Kommunikation. Also das ehrliche und empathische Austauschen von Information. Während in Konkurrenzsituationen oft eine falsche Maske aufgesetzt werden muss, was auf die Dauer irgendwann zu einem Verlust des eigenen Selbst führen kann und einer damit einhergehenden Sinnlosigkeit bzw. Sinnsuche im eigenen Leben.

All das, was wir heute erschaffen können, verdanken wir auch den zahlreichen Menschen, die die Bedingungen dafür bereitgestellt haben, sei es durch inspirierende Gedanken, umgesetzte Technologien oder sonstiges. Erfolg ist niemals ein Ziel, das alleine erreicht wird.

Die Vision

Alle Unternehmen in einer Branche arbeiten zusammen und nicht mehr gegeneinander. Sie lernen voneinander. Und der gemeinsame innere Antrieb, die bestmögliche Bedürfnisbefriedigung der Kunden, führt automatisch zu Fortschritt, genauso wie es auch der Konkurrenzdruck der klassischen Wirtschaftstheorie prophezeit.

Authentizität und Sinn für eine prosperierendere Zukunft, in der das menschliche Zusammenleben zu weit mehr Wohlbefinden führt - für alle Beteiligten.


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Foto:  Tobias Mrzyk - Unsplash