Liebe kann so allumfassend sein,
manchmal auch sehr schwer zu teil‘n.

Die Angst vor Trennung durch fremdes Begehr
spiegelt menschliche Schwäche und Partnerverzehr.
Eine Abhängigkeit vom Liebesglück
wirft oft nur eig‘ne Unsicherheit zurück.

Dies kann so stark in einem steigen,
dass man vergisst, bei sich zu bleiben.
Der Partner als Besitz bereitet ruhige Nacht,
doch reife Menschen, an die sei auch gedacht.

Die, die es womöglich zustande bringen
und mit mehreren gemeinsam ein Liebesspiel beginnen.
Das ist weder verwerflich noch das eine Ziel.
Es ist, wie solche ihr Leben schlicht begeh‘n.


Lernen kann man beim Gedanken fremder Liebe
durch Fragen: Warum gibt mir das so starke Hiebe?
Ist es ein Drang nach Besitz, der nur mir gehören darf,
oder ist mir diese Küche zurzeit einfach noch zu scharf?

Liebe, liebe Menschen, das heißt auch lieben lassen.
Dass wir nicht perfekt sind, dabei zu beachten.
Ist die Liebe von Vielen unvorstellbar für mich,
heißt das nicht gleich sie sei widerlich.

Die Entscheidung sich einzig an Einen nur zu binden
ist ja legitim und kann Seelenschmerzen linden.
Doch sollt‘ man fragen, bevor‘s zu spät:
Wieso wähle ich eigentlich genau diesen einen Weg?


Der Vergangenheit ihr‘ schwere Last,
lässt kaum Momente zur Gedankenrast.
Was früher war, das scheint stets zu gelten,
und wer das anders sieht, der ist zu schelten.

D’rum lassen wir die Liebe einfach Liebe sein,
denn wie Liebe sein soll, weiß ja doch kein Schwein.

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