Die Frage nach gemeinem Ziel,
zu Menschenkinder Harmonie,
das Frieden sich behält stabil,
beantwortet Demokratie.

Lenken nun des Staat's Geschicke
paar politische Gestalten;
gewählt aus der Volkes Mitte,
dessen Recht sie Gnade walten.

Privates kommt ans Licht hervor.
Die eig'nen Schatten - nicht verdrängt,
durchschreiten öffentliche Tor',
die ein Politiker empfängt.

Schatten sich zu Wünschen formen.
Folgen soll'n gewählte Lenker,
Einsatz von Gesetzesnormen,
endet mit geruf'nem Henker.

Beschwor'ne Geister, die man ließ
die Regierungsstühl' besetzen.
Durchdringt Demokratie man tief,
wir im Spiegel uns ergötzen.

Politiker behalten sich
mit Recht des Amtes hohe Pflicht.
Sollt' schuldig Fingerzeigen nicht
besser auf uns selbst sein gericht'?

Den Geist der Gesellschaft fassen,
die innewohnend' Ängste seh'n,
Vergang'nes als solches lassen
und lernen damit umzugeh'n.

Dies fordert uns're Zeit heraus.
Was daraus folgt, in jeder Hand.
Die Ablenkung in Saus und Braus
das Mittel, es beruhigt Verstand.

Es kommt der Tag des Spiegelblicks,
an dem er selbst zu Scherben bricht.
Unbehebbar zerronnen liegt's,
uns übrig bleibt erkenn'nde Sicht.

Die Lösung des Dilemmas ist,
nicht Politik-Revolution,
da Du sie selber einfach bist;
der Rest ist Deine Reflektion.

Das Sich-Suchen nun zu Ende;
darf und kann nun endlich sein.


Foto: Noah Buscher auf Unsplash