Regen,
unausweichlich unaufhörlich
tröpfelt ins Gesicht.

Er trägt Gedankensaat
in Bild und Ton und Wort mit sich.
Versucht sich, uns einzupflanzen,
soll‘n Früchte tragen, es vermehren.

Der Garten in uns ermöglicht ihr Gedeihen.
Wachsen nur, wenn wir auch Raum verleihen.
Zur Reife aufmerksam gepflegt,
auch die, der Kuckuck eingelegt?

Zu unterscheiden zwischen
Fremd- und Eigensaat,
eine Kunst
kaum sichtbar, kaum verteilt,
wird nicht gelehrt, wird nicht besprochen.
Die Aufgabe einem alleine bleibt.

Der verwirrte Geist mit nebliger Sicht
meint Blüten aus des ander’n Garten
dann die eigenen zu nennen.
Wie ihm geschieht, das weiß er nicht.

Manchmal lieber wenig sagen,
überlegen, was man spricht und
wohin soll ein Gedanke führen.
Nicht das Unkraut noch verbreiten.

Die Stille Weisheit gebärt.


Foto: Daniele Levis Pelusi auf Unsplash