So, wie ich das seh‘,
bin ich allein.
Sind and’re blind,
bin ich so klar,
kann das so sein?

Geboren für,
beauftragt von
der neuen Welt.
Beurteilt und betrachtet von
was nicht zusammenhält,
was wird vergeh’n.

Ich verstehe nicht,
wie kann man das nicht seh’n.

Eine Gabe, die man mir nicht geben hätte soll‘n,
die niemandes Schmerzen lindert,
das kann man gar nicht woll’n.

Wer erkennt das, was ich bin
und verhindert, dass ich komm‘ um meinen Sinn?

Was ist die Kraft,
die mein Handeln stellt?
Das Wirkliche, das Ewige,
das an der Schwelle hält?

Das, was ich tu‘,
tu‘ ich nicht für mich,
tu‘ ich nicht für dich.

Ich tu‘ das,
was zu tun sonst keiner sieht,
und möge es noch dauern
bis Verstand geschieht.


titelbild:  daniel mingook kim auf unsplash